Re: [IP-OA_Forum] Purchase to Open - Aufruf zur "Mobilisierung" der Fachreferentinnen und Fachreferenten


Lieber Herr Putnings,

 

vielen Dank für den Hinweis. Was ich an diesem Konstrukt nicht verstehe: Alle drei Urheberinnen arbeiten beim DIPF – wäre es da nicht naheliegend, die Texte einfach bei peDOCS zu veröffentlichen, um dann in den geeigneten Kanälen darauf zu verweisen? Warum muss man erst 8000 EUR an einen Verlag zahlen, damit alle die Texte lesen können?

 

Und die Plattform Purchase to open wird betrieben von einer GmbH, die also damit Geld verdient, Steuergelder einzusammeln, um ein Werk, dass vermutlich irgendwo auch mit steuermittelfinanzierten Stellen geschrieben wurde, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen….?

 

Also die 8000 EUR sollte man eher dafür verwenden verlagsunabhängige Infrastrukturen zu stärken – zumindest kann ich keinen echten Mehrwert erkennen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Bodo Rödel

 

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Leiter der Stabsstelle  „Publikationen und wissenschaftliche Informationsdienste

Federal Institute for Vocational Education and Training (BIBB)

Head of Strategic Office “Publications and Scientific Information Services

Friedrich-Ebert-Allee 114-116

D‐53113 Bonn

Fon: +49 228 107 2411

Mobil: +49 15162819074

roedel@bibb.de

https://orcid.org/0000-0002-3649-0916

www.bibb.de

 

Von: Markus Putnings <markus.putnings@th-deg.de>
Gesendet: Dienstag, 25. August 2026 11:14
An: Expert*innenforum für die Informationsplattform Open Access (http://open-access.network/) <ipoa-forum@lists.fu-berlin.de>
Betreff: [IP-OA_Forum] Purchase to Open - Aufruf zur "Mobilisierung" der Fachreferentinnen und Fachreferenten

 

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wir haben jetzt an unserer Bibliothek schon einige Male bei Purchase to Open (P2O) "gepledged", leider kam es nie zur Open-Access-Freischaltung.

Aktuell haben wir z. B. für "Bidirektionaler Wissenstransfer in der Bildung" im wbv Verlag gepledged:
https://purchase-to-open.com/bidirektionaler-wissenstransfer-der-bildung/576

Selbst wenn man keinen Lehrstuhl für Bildungsforschung bzw.Pädagogik vor Ort hat, wäre das Thema doch für Universitäten und Hochschulen als Bildungseinrichtungen von Interesse:
dennoch bisher nur 5 Pledges von nötigen 15. Und die Pledging-Frist endet am 09.09.2026.

Der Pledging-Preis ist mit 168 EUR nicht wirklich teuer, wenn man ihn mit E-Book-Einzelkäufen (Ebsco, Springer, etc.) vergleicht. Dort ist man für eine Campuslizenz ja auch gleich bei ein paar hundert Euros - je Einrichtung. Hier könnte er anschließend Open Access gestellt werden! Und der Pledging Zielbetrag mit 2.520 EUR ist auch nicht überzogen, wenn man ihn mit handelsüblichen BPCs vergleicht.

Also woran liegt´s? Haben die Fachreferentinnen und Fachreferenten deutschlandweit das Thema verschlafen bzw. zu wenig mitbekommen? Müssen die Erwerbungs- und eMedien-Teams P2O besser am Schirm haben und die Fachreferentinnen und Fachreferenten daraufhin anstupsen? Können wir als Open-Access-Enthusiasten das machen? Falls ja, stupst gerne. Ich möchte jetzt endlich einmal einen erfolgreichen Pledge haben.

Viele Grüße
Markus Putnings

Beste Grüße
Dipl.-Wirt.-Inf. Markus Putnings
er/ihm; he/him

Leiter der Bibliothek
Bibliothek der Technischen Hochschule Deggendorf

Tel: +49 991 3615-700
Mail: markus.putnings@th-deg.de
Web: www.th-deg.de

THD - Technische Hochschule Deggendorf
DIT - Deggendorf Institute of Technology

Dieter-Görlitz-Platz-1, 94469 Deggendorf, Germany

 

Besuchen Sie uns auf Social Media